Christian-Schad-Grundschule

Aschaffenburg-Nilkheim

Mit dem Fahrrad zur Schule!?


Aber sicher!

Am 31.05.2011 von 7:30 Uhr bis 8:00 Uhr hat die Polizei (Jugendverkehrserziehung) auf Bitte des Elternbeirates eine technische Kontrolle der Fahrräder durchgeführt. Dies ist als Aufruf gedacht, um bei den Kindern, aber auch bei den Eltern, daran zu erinnern, wie wichtig ein verkehrssicheres Fahrrad ist. Denn ein sicheres Fahrrad nutzt vor allem den Kindern. Die Erfahrungen aus der Kontrolle sollen mit diesem Bericht auch den Eltern eine Anregung sein, deren Kinder nicht mit dem Rad zur Schule fahren.

 

Die Kontrolle hat keine (polizeilichen) Konsequenzen. Die Kinder, bei denen Mängel am Rad festgestellt wurden, haben dies bei kleineren Mängeln gesagt bekommen, bei größeren haben sie (nachträglich über die Lehrkräfte) einen schriftlichen Mängelbericht erhalten. Eine Vorführung bei der Polizei nach Beheben der Mängel ist nicht erforderlich, vielmehr wird an die Eigenverantwortlichkeit der Kinder und Eltern appelliert.

 

Das Ergebnis:

 

An diesem Morgen wurden 40 Fahrräder kontrolliert, in den Stellplätzen haben wir allerdings 50 Räder gezählt. Da wurden wohl einige Kinder übersehen.

 

Besonders erfreulich war, daß eine deutliche Mehrheit der Kinder mit Helm unterwegs war. Dies wurde als vorbildlich hervorgehoben.

 

Der Zustand nahezu aller Räder wurde als grundsätzlich gut eingestuft, jedoch waren nicht alle verkehrssicher.

 

Im folgenden werden die festgestellten Mängel aufgeführt, die nach Aussage der Polizei auch weitgehend typisch sind und immer wieder kontrolliert werden sollten. Diese Übersicht sollten alle Eltern als (unterstützende) Checkliste sehen und immer mal wieder die Räder der Kinder kontrollieren (der Zeitaufwand ist gering, da oft ein bewußter Blick oder ein kleiner Handgriff genügt - der Sicherheitsgewinn aber ist groß)..

 

Die häufigsten, aber auch am wenigsten kritischen Mängel, waren teilweise fehlende Speichenreflektoren. Die ist nicht unüblich, da die Reflektoren, je nach Bauart, leicht kaputt oder verloren gehen. Eine sehr gute Alternative sind reflektierende Reifen, die mittlerweile gängig sind und auch an einigen Rädern zu finden waren. Auch fehlende Rückstrahler (vorne weiß und hinten rot) und nicht vorhandene oder nicht funktionierende Klingeln fallen unter diese Rubrik.

 

Schwerwiegender waren defekte oder nicht vorhandene Beleuchtungen. Dies mag vielen zur Zeit als unwichtig erscheinen, da die Kinder ja ohnehin nur im hellen unterwegs sind. Aber: Was ist, wenn sie (z.B. in den Ferien) doch mal in der Dämmerung unterwegs sind? Wird darauf tatsächlich geachtet, wenn die dunkle Jahreszeit beginnt? Die Beleuchtung sollte ständig im Blick gehalten werden! Nun haben manche Räder aber keine feste Beleuchtung, wie z.B. Mountainbikes. Dies ist nach Meinung der Polizei in Ordnung, sofern eine mobile Beleuchtung (Batterie- oder Akkuleuchten) mitgeführt wird und natürlich auch funktioniert. Wichtig ist, daß diese Beleuchtung für die Kinder jederzeit verfügbar ist und diese auch tatsächlich eingepackt wird.

 

Kritisch sind Mängeln an den Bremsen zu sehen. Diese mögen im Einzelfall bei trockener Witterung noch halbwegs greifen, bei Nässe können sie aber versagen, weil der Druck unzureichend ist. Meist ist nicht die Bremsanlage an sich defekt, sonder die Bremsen müssen nur nachjustiert werden. Die Bremsbeläge verschleißen und müssen gelegentlich von Hand nachjustiert werden. Die Erneuerung der Bremsbeläge ist seltener erforderlich und stark abhängig von Fahrstil und -strecke. Dies sollten den Kindern bewußt gemacht werden, so daß sie bei nachlassender Bremswirkung gleich Bescheid geben.

 

Zwei Räder sind allerdings besonders aufgefallen. Beide sind an sich nicht verkehrssicher, d.h. nicht für den Straßenverkehr geeignet. Das eine ist allerdings ein kleines "Einsteigerfahrrad". Hier war davon auszugehen, daß das Kind nur auf dem Gehsteig unterwegs ist und auch nicht bei Dunkelheit fahren wird. Dies ist unter dieser Voraussetzung in Ordnung. Das andere wurde auf der Straße benutzt, war aber eher als Sportgerät zu sehen, daß auf öffentlichen Straßen nichts zu suchen hat (zumal in diesem Fall auch die Bremsen mangelhaft waren). Dies ist nicht in Ordnung. Zu dieser Gruppe können z.B. zählen: BMX- und ähnliche Räder, die für Tricks genutzt werden, Cruiser und Bonanzaräder. Durch entsprechende Nachrüstung können sie aber meist straßenverkehrstauglich gemacht werden.

 

Fazit:

 

Insgesamt hat die Polizei den Kindern ein gutes Zeugnis ausgestellt. Die meisten Kinder haben für ihr Rad eine Aufkleber der Polizei erhalten, der zum Ausdruck bringt, daß das Rad geprüft und als verkehrssicher befunden wurde. Die "kleinen" Mängel sind leicht zu beseitigen. Eine gelegentlichen Sichtkontrolle hilft, auch kleine Fehler schnell zu erkennen und zeitnah zu beseitigen. Dies scheint für die meisten ohnehin selbstverständlich zu sein.

 

 

Thomas Elbert und Werner Nebel

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